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Vögel beobachten
 Lachmöwen |
Durch seine Lage und große landschaftliche Vielfalt ist der Nationalpark De Alde Feanen sehr wichtig für Wasser-, Sumpf- und Wiesenvögel. Sowohl Brutvögel und Zugvögel als auch Wintergäste nutzten in großer Anzahl dieses Gebiet. Dies ist der Grund, dass De Alde Feanen zu den wichtigsten wasserreichen Vogelgebieten in den Niederlanden gerechnet wird.
 Kormoran |
Brutvögel
Es wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt mehr als hundert verschiedene Arten Brutvögel in De Alde Feanen gesichtet. Entlang der Ufer trifft man an vielen Stellen auf die Nester von Haubentaucher und Blässhuhn. Es fühlen sich auch seltene Sumpfvögel in De Alde Feanen zu Hause, wie z.B. Große Rohrdommel, Rohrweihe, Bartmeise und Rallenvögel. Die meisten dieser Vogelarten leben sehr zurückgezogen und können nur schwer ausgemacht werden.
Der Nationalpark wird auch von Kolonievögeln bevölkert. Lachmöwen mit Tausenden von Paaren sind am zahlreichsten. Andere Arten sind Flusseeschwalben, Trauerseeschwalben, Grau- und Purpurreiher und Kormorane. Die ersten Kormorane ließen sich in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts in De Alde Feanen nieder, es gab damals 12 Vogelpaare. Die Kormorane breiteten sich stark aus und zurzeit gibt es Hunderte von Brutpaaren im Park.
Auf den Feuchtwiesen brüten nahezu alle Wiesenvögelarten, wie z.B. Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel, Feldlerche und Kampfläufer. Auch Löffelenten, Knäkenten, Bekassinen und Schafstelzen bauen hier ihre Nester. Störche kann man ebenfalls häufiger in De Alde Feanen beobachten. Sie wurden in diesem Gebiet erfolgreich wieder angesiedelt.
 Uferschnepfe |
Zugvögel
Viele Sommerpolder (vor allem Laban und Wyldlannen) stehen im Winter unter Wasser. Diese Nassgebiete sind wichtige Raststellen für zahlreiche Zugvögel und Wintergäste. Sie können sich in diesem Gebiet ungestört ausruhen, sich mausern, schlafen und Nahrung suchen. Im Frühling und Herbst werden diese Gebiete besonders von Stelzenläufern besucht. Vor allem Kampfhahn, Kiebitz, Uferschnepfe, Regenbrachvogel und Goldregenpfeifer kommen hier dann zu Tausenden vor.
 Weißwangengänse |
Wintergäste
Die überschwemmten Wiesen, die Moorseen und Moorweiher werden im Winter von vielen Vögeln bevölkert, zumindest wenn das Gebiet nicht zufriert. Besonders Enten, Gänse und Schwäne überwintern in De Alde Feanen. Blässgans, Weißwangengans und Pfeifente kommen am häufigsten vor.
Gute Beobachtungsmöglichkeiten
Während einer Bootsfahrt durch De Alde Feanen können Sie viele Vögel beobachten, besonders wenn Sie Ihren Besuch außerhalb der Hochsaison planen. Es wurden zusätzliche
 Vogelbeobachtungshütte Reid om 'e Krite |
Vogelbeobachtungsstände angelegt, jeder verbirgt eine überraschende Aussicht. An der Ostseite des Nationalparks im Jan Durkspolder steht eine schöne Beobachtungshütte. Im Frühjahr übernachten im Polder verschiedene Stelzenläufer, wie z.B. Kampfhahn, Uferschnepfe und Großer Brachvogel. Im Sommer brüten hier u.a. Lachmöwen und Flusseeschwalben. Trauerseeschwalben streichen dicht über das Wasser hin auf der Suche nach Insekten. Mit ein bisschen Glück können Sie auch die seltenen Schwarzhalstaucher und Löffler antreffen.
Im Winter findet man hier viele Enten und Gänse. Dieser Vogelreichtum zieht natürlich auch Raubvögel an, wie z.B. den Mäusebussard, die Kornweihe und den Wanderfalken. Sogar Fischadler werden im Herbst regelmäßig gesehen. Es handelt sich um einen Platz, der Vogelliebhaber anzieht. Die Hütte ist auch für Rollstuhlfahrer zugänglich.
Ein weiterer interessanter Ort um im Frühjahr und Sommer Vögel zu beobachten, ist It Wikelsân. Eine markierte Wanderroute führt Sie an drei Beobachtungshütten entlang. Man sieht fast immer Störche und Kormorane. Aber auch seltene Arten, wie z.B. Purpurreiher, Grosse Rohrdommel und Bartmeise, sind hier anzutreffen. Besonders abends kann man den Ruf der Rohrdommel hören, der einem Nebelhorn gleicht. Dieser Ruf haben ihr im Volksmund die Bezeichnung Moor- oder Rietochse eingetragen.
Von der Vogelbeobachtungshütte beim Princehof kann man sehr schön die Kormorankolonie beobachten. Diese Hütte ist allerdings nur mit einem Boot zu erreichen. Doch die Mühe lohnt sich im Frühjahr und Frühsommer absolut! Ob und welche Vögel Sie bei einer Tour antreffen, ist natürlich abhängig von der Jahreszeit, dem Wetter und dem Zeitpunkt Ihres Besuchs. Der Sonntagmittag oder ein Besuch während der Hochsaison ist weniger geeignet. Neben Geduld und Ruhe nehmen Sie bitte auch ein Fernglas und einen Vogelführer mit. Und falls Sie eine besondere Vogelart entdecken, melden Sie sich bitte bei uns.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Beobachten!
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LIFE Projekt in Jan Durkspolder (english)
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