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Feuchtwiesen
Der größte Teil des Nationalparks De Alde Feanen besteht aus Wiesen. Man plant, aus einem Teil der Wiesen Niedermoor zu regenerieren. Die heutigen Wiesen liegen beinahe alle in den Poldern. Polder sind Gebiete, die tiefer liegen als das sie umringende Wasser. Der Wasserstand kann künstlich geregelt werden. Es gibt Sommer- und Winterpolder.
Winterpolder werden fast das ganze Jahr über entwässert und sind (nahezu) trocken. Einer der bekannteren Polder in De Alde Feanen ist De Bolderen. Er liegt besonders tief, man trifft dort Qualmwasser (= „brodelnder“ Grundwasseraustritt) an, die Vegetation ist einzigartig und es gibt dort viele Wiesenvögel. Die Maßnahmen der Nationalparkverwaltung richten sich bei den meisten Winterpoldern auf den Schutz und die Förderung der Wiesenvögelpopulation und des Pflanzenbestandes. Die Gebiete werden einmal jährlich gemäht (nach dem 15. Juni) und extensiv beweidet. Dies bedeutet wenig Tiere auf einer großen Oberfläche. Daher werden die Wiesen an Bauern verpachtet.
Sommerpolder sind Grasländer, die im Winter überschwemmt sind. Die Sommerpolder befinden sich alle im Zentrum des Parks. Laban, Polder Grondsma und De Wyldlannen sind hierfür schöne Beispiele.
Mit der Pflege der Sommerpolder strebt man mehrere Ziele an. In der Zeit, wenn die Sommerpolder unter Wasser stehen, bieten sie wichtige Schlafplätze für Tausende von Enten und Gänsen. Im Frühjahr sind die Sommerpolder beliebte Schlaf- und Raststätten für Watvögel. Manche Watvögel, wie z.B. Kiebitz, Uferschnepfe, Kampfhahn und Bekassine benutzen die Polder als Brutgebiet.
Auch in botanischer Hinsicht sind die Sommerpolder sehr wertvoll. Sie werden nach dem 1. Juli gemäht, wenn die Brutsaison der Wiesenvögel abgeschlossen ist. Nach der Heumahd wird ein Teil der Gebiete mit Kühen oder Schafen von Bauern aus der Umgebung nachbeweidet. Da es sich hier oft um (altes) Bauernland handelt, werden Trockengräben, Wassergräben und Zäune instand gehalten. Die Pflege der Sommerpolder ist sehr zeitaufwendig, da alles Material, Vieh und Heu mit dem Boot transportiert werden muss.
Den kleinsten Anteil der Wiesen bilden die alten Torfdarren (niederl. stripen). In früheren Zeiten wurde auf den Stücken Land der abgestochene Torf getrocknet. Die Torfdarren wurden von den Bauern in der Umgebung zur Heuernte genutzt. Auch heute werden die Torfdarren jährlich gemäht. Im Sommer kann man eine recht gute Qualität Heu ernten. Ziel ist auf jeden Fall, das Heu abzutransportieren, wodurch der Nährstoffgehalt im Boden abnimmt. Auf diese Art bleiben die landschaftlichen und botanischen Werte erhalten. Besondere Pflanzen, die hier wachsen, sind Kleiner Baldrian, Sumpf-Läusekraut und Sumpfveilchen.
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LIFE Projekt in Jan Durkspolder (english)
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