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Feuchtwiesen
Vor der Torfgewinnung bestand ein großer Teil des Friesischen Veenweidegebiets aus Wiesen. Im Mittelalter war das Gebiet It Lege Midden von Friesland so nass, das diese Wiesen nur als Heuland benutzt wurden. Im Winter standen sie unter Wasser. Durch die jährliche Mahd und das Fehlen von Düngung verarmte der Boden. Die Folge waren wenig ertragreiche, aber artenreiche Pfeifengraswiesen und Sumpfdotterblumenwiesen. Später wurden diese Gebiete fast alle eingedeicht und entwässert. Außerdem führte man (Kunst)Dünger ein. Als Folge davon verschwanden mehr und mehr Pfeifengras- und Sumpfdotterblumenwiesen.
In De Alde Feanen sind noch immer Feuchtwiesen zu finden. Von den Pfeifengraswiesen sind nur wenige Hektar übriggeblieben. Diese Wiesen werden vor allem vom Grundwasser gespeist. Die Pfeifengraswiesen besitzen eine Vielfalt von Gräsern, Kräutern und vor allem grasartigen Pflanzen, wie die Seggen. Die Hirse-Segge färbt die Wiesen im Sommer zusammen mit anderen typischen Arten blaugrau. Neben der Hirse-Segge gibt es Englische Kratzdistel, Floh-Segge, Saum-Segge und Blaues Pfeifengras, auch Besenried genannt. Auch Orchideen fühlen sich in Pfeifengraswiesen wohl. Auf der Rūne Sāne und der Twa-Sā Mźden können Sie die typischen Pflanzenarten der Pfeifengraswiesen bewundern.
 Sumpfdotterblumen |
Sumpfdotterblumenwiesen
Eine andere äußerst wertvolle Feuchtwiesenart ist die Sumpfdotterblumenwiese. Wie der Name schon vermuten lässt, wurde sie nach den dort massenhaft blühenden Sumpfdotterblumen so genannt. Diese nassen und sumpfigen Wiesen sind vor allem in den Überschwemmungsflächen und Sommerpoldern zu finden. Durch die Überflutung in den Wintermonaten werden Minerale angeschwemmt. Die Wiesen werden einmal jährlich gemäht (nach dem 15. Juni) und manchmal von Vieh begrast. Typische Pflanzen der Blumenwiesen sind Sumpfdotterblume, Kuckucklichtnelke und Wasser-Greiskraut. Auch Sumpfkratzdistel, Großer Klappertopf, Gemeiner Gilbweiderich und Sumpfhornklee trifft man häufig an. Es gibt hier auch Brutvögel, von denen einige auf der Roten Liste der gefährdeten Vogelarten stehen: Kampfläufer, Wachtelkönig, Bekassine, Uferschnepfe, Löffelente und Knäkente.
 Kampfhahn |
Schlafplatz für Vögel
Im Winter bieten die überschwemmten Wiesen tausenden Enten und Gänsen einen sicheren Schlafplatz. Und im Herbst und Frühjahr benutzten Tausende von Stelzenläufern, wie z.B. Kampfhahn, Uferschnepfe, Goldregenpfeifer und Kiebitz, die Wiesen als Futter- und Schlafplatz.
Sumpfdotterblumenwiesen befinden sich in De Wyldlannen, Laban und De Lange Sāne. Im Frühjahr zur Blütezeit haben Sie vom Boot aus einen phantastischen Blick auf die farbenprächtigen Wiesen.
Winterpolder Kuckucklichtnelke |
Abgesehen von Wiesen, die im Winter größtenteils unter Wasser stehen, befinden sich in De Alde Feanen auch Polder, die das gesamte Jahr über entwässert werden (= Winterpolder). Sie sind oft ein wichtiges Gebiet für Wiesenvögel und wichtige Futterstellen für Gänse und Pfeifenten. Der botanische Wert dieser Polder ist im allgemeinen nicht sehr groß. Nur der tief gelegene Polder De Bolderen ist eine Besonderheit. Durch den Austritt von Qualmwasser und den Verzicht auf Düngen und jährliches Mähen, konnte sich eine besonders blumenreiche Vegetation entwickeln. Arten wie Kuckucklichtnelke, Sumpfkratzdistel und Übersehenes Knabenkraut kommen hier häufig vor. In diesem Polder befinden sich auch viele Wiesenvögel.
 Sumpfkratzdistel |
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LIFE Projekt in Jan Durkspolder (english)
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